Agrardebatte

zu Welternährung und globaler Landwirtschaft

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China und Brasilien in Afrikas Agrarsektor; Politische Philosphie des Essens; Oktober 2013, Berlin: Second Global Soil Week; ‚Frankenfish‘ auf dem Weg nach Europa; Forestgrab in China – mit Weltbankhilfe; Agrarinvestitionen im Dienst der Ernährungssicherheit; Die Landfrage in der Konferenz-Maschinerie; Kaffeeprivatisierung in Burundi in der Kritik; u.a.m.:

In zwei neuen Berichten sorgen sich Weltbank und IFPRI, das Internationale Forschungsinstitut für Ernährungspolitik, um die Entwicklung der Landwirtschaft, besonders in Afrika, um den Hunger und die Armut und machen Vorschläge für Lösungen, bei denen die bäuerliche Landwirtschaft allerdings nur eine untergeordnete Rolle spielt. Ein Literatur-Bericht.

Weniger Kunstdünger, aber davon mehr; Wunderbare Fischvermehrung in Kenia; ‚Global Governance‘ von ‚Land grabbing‘; Weltbank unterstützt Avocadoversorgung für Europa; Wende bei der Fleischproduktion; Entwicklungszusammenarbeit mit Big Business; Optimierung ökologischen Landbaus; u.a.m.

Die Bank hat angekündigt, bei der UN-Konferenz Nachhaltige Entwicklung aka Rio+20 im Juni in Brasilien neue Initiativen zu Ozeanen und zur Inwertsetzung von Umweltdienstleistungen vorzustellen, wird jedoch von zivilgesellschaftlichen Organisationen wegen ihres Ansatzes von ‚Grünem Wachstum‘ angegriffen. Ein Blog-Beitrag des Bretton Woods Projekts:

Den Ansätzen für eine „andere“ Landwirtschaft, wie sie beispielsweise der Weltagrarrat vorgeschlägt, wird durch die von multilateralen Institutionen, US-amerikanischen Stiftungen und zahlreichen, auch europäischen Regierungen verfolgte Agrarstrategie der Boden entzogen: Sie setzen auf eine vorrangig auf externen Inputs beruhende Erzeugung agrarischer Massenprodukte und auf die Einbindung in den globalen Wettbewerbsmarkt. Dabei bereiten sie für die Agrarindustrie und die globalen Supermarktketten neue Märkte auf. Diese bestimmen zunehmend, wie Nahrungsmittel erzeugt, verarbeitet und vermarktet werden. Ein Beitrag aus: Petra Gruber (Hrsg.), Wie wir überleben! Ernährung und Energie in Zeiten des Klimawandels.

Das Buch „Agrar-Kolonialismus in Afrika. Eine andere Landwirtschaft ist möglich“ von Uwe Hoering, erschienen 2007 im VSA-Verlag, Hamburg, ist jetzt als pdf-Datei (0,9 MB) erhältlich.

Zum Jahreswechsel gehören die Rückblicke auf Ereignisse des vergangenen Jahres, die für wichtig erachtet werden, und der Versuch, vorausschauend mögliche Ereignisse und Entwicklungen zu benennen. Wie sieht das für die Globe-spotting-Themen aus?

Als Antwort auf Ernährungskrise, Hunger und Klimawandel propagieren Institutionen wie die Weltbank und die FAO eine „Klima-smarte Landwirtschaft“. Sie soll Ernährungssicherheit bringen, die Landwirtschaft auf die Auswirkungen der Klimaveränderungen vorbereiten und gleichzeitig dazu beitragen, den Klimawandel zu bremsen. Ein „dreifacher Gewinn“ also, wie die Weltbank verspricht – doch die Gewinner könnten am Ende weder das Klima noch die Bauern, sondern die Agrarindustrie sein.

Das aktuelle Heft 124 der Zeitschrift PERIPHERIE hat den Themenschwerpunkt ‚Land – Konflikt, Politik, Profit‘ mit Analysen, Fallstudien und einem Stichwort (pdf-Datei 544 kb) zu ‚Land Grabbing‘

Klimawandel, Agrarkrise und Land grabbing geben der Wasserfrage neue Aktualität. Zahlreiche Konferenzen werden sich in den kommenden Monaten mit dem Themenbereich beschäftigen, darunter die Konferenz zu Wasser, Energie und Ernährung Ende November in Bonn und das World Water Forum im März 2012 in Marseille. Die Privatisierung im Wassersektor spielt zudem in der Debatte um Gemeingüter eine wichtige Rolle – siehe Berlin. Genug Gründe also für ein globe-spotting-SPECIAL zu Wasserpolitik