Zu den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen (WSK-) Rechten der UNO zählt laut Artikel 11 das Recht auf „adäquate Nahrung, Bekleidung und Behausung und die kontinuierliche Verbesserung der Lebensbedingungen“. Dieses wurde bei der Einrichtung von Nationalparks regelmäßig verletzt, denn dabei mussten im globalen Süden fast immer Menschen weichen. Diese verloren oftmals über Nacht und ohne Entschädigung die Voraussetzungen für ihre Ernährung und ihre Behausung. Wenig beachtet ist „Naturschutz Grabbing“ dem agrarischen „Land Grabbing“ mehr als ebenbürtig und stellt dieses bislang sogar in den Schatten. Dieser Trend wird sich fortsetzen, denn laut Beschluss der 10. Nachfolgekonferenz zum Übereinkommen über die biologische Vielfalt der UNO im Oktober 2010 in Nagoya soll der Anteil der globalen Schutzgebietsfläche von derzeit 12 auf 17 Prozent erhöht werden.