Agrardebatte

zu Welternährung und globaler Landwirtschaft

Durchsuche Beiträge mit Schlagwörtern Land Grabbing

Wenn die wöchentliche Artikelsammlung auf farmlandgrab.org ein Indikator ist, dann geht das Land grabbing immer weiter, wenn auch möglicherweise etwas langsamer. Teils haben wohl die breite öffentliche Kritik und der wachsende Widerstand bei Regierungen, Investoren und Institutionen Spuren hinterlassen. Teils werden auch die wirtschaftlichen Risiken großer Agrarinvestitionen deutlich, was dazu geführt haben mag, dass der anfängliche Enthusiasmus gedämpft wurde. Gleichzeitig verlagern sich die Auseinandersetzungen immer stärker auf die nationale Ebene beziehungsweise sogar „aufs Feld“ und liegen damit weitgehend unter dem Wahrnehmungshorizont der internationalen Debatte und Aufmerksamkeit. Damit wird es immer schwieriger, auch nur annähernd den Überblick zu behalten.

Obwohl Mexiko für das klassische Land Grabbing ein untypischer Fall ist, spielt das Phänomen eine durchaus beachtliche Rolle, wenn man den Blickwinkel erweitert und Land Control Grabbing einbezieht. Bei einer solchen Erweiterung des Blickwinkels wird deutlich, dass auf diese Weise in Mexiko inzwischen 30% der landwirtschaftlichen Nutzfläche durch Dritte kontrolliert werden. Umgekehrt gibt es zaghafte Versuche von Regierungen bestimmter Länder, Land Grabbing durch gesetzlich Regelungen bzw. Moratorien einzudämmen. Daran knüpft sich die Frage an, ob sich bäuerliches Wirtschaften und agrarökologische Methoden, gegen die mit dem Landraub verbundene Großflächenproduktion werden behaupten können. Zwei Beiträge hierzu sind auf www.welt-ernaehrung.de verlinkt.

In seinem Jahresbericht 2012 sieht das Forschungsinstitut für Ernährungspolitik, IFPRI, China an einem „Wendepunkt“. Nachdem das Land jahrelang bei wichtigen Getreidesorten Selbstversorger war, wurden im vergangenen Jahr zwei bis drei Millionen Tonnen Reis, vier bis fünf Millionen Tonnen Weizen und fünf bis sechs Millionen Tonnen Mais importiert. Andere Beobachter sehen China deswegen gar auf dem Weg in eine „strategische Abhängigkeit“ vom Weltagrarmarkt.

Landnutzung für Europas Importe; „Myth Makers“ – Helfer der Gentech-Industrie; Kommunen holen sich Kontrolle über ihr Wasser zurück; Videos im Web über Gentech-Pflanzen; Herbizid stärkt Sino-US-Partnerschaft; Commons – neue Ideen, Ansätze, Allianzen; u.a.m.

Entwicklungskorridore für die Agrarindustrie in Afrika

Heutzutage sind keine Kanonenboote mehr nötig, um Zugang für Investoren zu Absatzmärkten und Rohstoffen zu öffnen. Die G8-Regierungen, das Weltwirtschaftsforum, Weltbank und Internationaler Währungsfonds oder private Stiftungen wie Rockefeller und Gates haben ganz andere Waffen, um ökonomische Interessen durchzusetzen. Doch das neue Konzept der ‚Korridore für landwirtschaftliche Entwicklung’ erinnert fatal an koloniale Erschließungsstrategien.

Weniger Kunstdünger, aber davon mehr; Wunderbare Fischvermehrung in Kenia; ‚Global Governance‘ von ‚Land grabbing‘; Weltbank unterstützt Avocadoversorgung für Europa; Wende bei der Fleischproduktion; Entwicklungszusammenarbeit mit Big Business; Optimierung ökologischen Landbaus; u.a.m.

Hungerbekämpfung als ‚Geschäftsmodell‘; ‚Fleischatlas‘ mit weißen Flecken; ‚Der kritische Agrarbericht 2013‘ ist erschienen; Handbook of Land and Water Grabs in Africa; Landkonzessionen in Laos – eine Bestandsaufnahme; ‚Fracking‘ in Europa; u.a.m.

Lebensmittel-Sicherheit in China; Wasser ist mehr als eine Ware; Rettet die Pasta vor der Tonne!; Milliarden zur Rettung der Weltmeere; Landnahme in Kambodscha; China – Die Bäume im Wald des Nachbarn; u.a.m.

China unterwandert Verband der Staudammindustrie; Kampagne: Mit Recht Kleinbäuerinnen und Landarbeiter schützen; Prozess Veolia gegen „Water Makes Money“; Tansania begrenzt Agrarinvestitionen; Die Weltgeschichte der Milch; Entwicklungspolitik: „Landwirtschaft ist Privatwirtschaft“; u.a.m.

Brasilianisch-Afrikanische Freundschaft beim ‚Land grabbing‘; eine aktuelle Publikation, wie Nahrungsmittelverluste verhindert werden können; ein Schaufenster der Wasserindustrie; Hinweise auf Veranstaltungen, wie „nachhaltige Intensivierung“ beziehungsweise das Entwicklungsministerium die Ernährung sichern wollen; u.a.m.