Agrardebatte

zu Welternährung und globaler Landwirtschaft

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Vor kurzem begrüßte der zuständige UN-Sonderberichterstatter, dass Mexiko dem Recht auf Nahrung Verfassungsrang eingeräumt hat. Es stellt sich jedoch die Frage, ob die verfassungsmäßige Anerkennung dieses Rechts nicht nur eine weitere Inszenierung im Rahmen von Mexikos simulierter Demokratie darstellt, ähnlich wie bei anderen völkerrechtlichen Abkommen. In einer kürzlich veröffentlichten Analyse wurde das nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) als wesentlicher Grund für den in Mexiko herrschenden Hunger identifiziert: Ende 2010 lebten 20 Millionen Einwohner Mexikos in „Ernährungsarmut“, einem Zustand, bei dem die betroffenen Personen sich nicht leisten können, eine ausreichende Menge an Grundnahrungsmitteln zu kaufen.

Während Nahrungsmittelpreise auf Rekordhöhe zum Aufstand in Nordafrika und in anderen Regionen beigetragen haben, hat das unerschütterliche Vertrauen der Weltbank in die Märkte eine Diskussion ausgelöst, wie die vielfältigen Ursachen, die der globalen Krise der Nahrungspreise zugrunde liegen, am Besten angegangen werden sollten. Ein Gastbeitrag auf globe-spotting.de von Ama Marston (Bretton Woods Project)

Ja, zu viel Handel macht Hunger! Also ein Handel, der nicht den Schutz der kleinbäuerlichen Grundnahrungsmittelproduktion und den Aufbau einer verarbeitenden Lebensmittelindustrie erlaubt.  Das Handelsunternehmen Töpfer International sieht das anders. „Nein, im Gegenteil!“ Der Reismarkt in der ersten Jahreshälfte 2008 sei ein Paradebeispiel dafür, wie zu wenig Handel Hunger verursache. So ging es hin und her im Streitgespräch über Welternährung und die Rolle des Agrarhandels bei der Bekämpfung des Hungers mit Klaus-Dieter Schumacher von Töpfer-International.