Faladji sind lebensspendend. Das Wort kommt aus dem Persischen und bezeichnet ein antikes Bewässerungssystem. Für die Wassernutzung in Haushalten und Landwirtschaft sind die faladji oder quanats in vielen ariden arabischen Ländern unverzichtbar Wie die acequias in Mexiko oder die johads in Indien folgen sie einem einfachen Prinzip: An den Berghängen wird das Grundwasser angegraben und dann in Kanälen – die Topographie geschickt nutzend – zu den Siedlungen geleitet. Dabei sind die Nutzungsregeln so festgelegt, dass sich niemand benachteiligt fühlt.

Seit 2006 ist das Aflaj-faladj System in den Regionen Dakhiliya, Sharqiya und Batinah des Sultanats Oman UNESCO-Weltkulturerbe. Sie stellten „eine außergewöhnlich gut erhaltene Form der Landnutzung dar“, heißt es in der Begründung. In den genannten Regionen sind noch 3,000 Kanalsysteme in Benutzung. Im ganzen Land sollen es nach Auskunft des Wasserministeriums 11.000 sein. Warum „faladji“ so alt geworden sind wie Methusalem erfahren Sie hier.

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