Agrardebatte

zu Welternährung und globaler Landwirtschaft

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Referendum gegen Privatisierungspläne der ‚Troika‘; Why is Coca-Cola championing land rights?; Prinzipien für Agrarinvestitionen – Erste Lesung; ‚Neue Afrika-Politik‘ des BMZ – agrarpolitisch nix Neues; Der Widerstand gegen Genpflanzen steht; China: Alle Kräfte für den Fischfang in Afrika; EU-Aktionsplan für ‚Blaue Wirtschaft‘; Europa Spitze bei Weizenexporten und Fischimporten; u.a.m.

Europäische Agrarinvestoren entdecken Sambia; Food Sovereignty: A Critical Dialogue; Schutz der Küstengewässer soll Gewinn bringen; Dünger und Diesel treiben Treibhauseffekt; Film: Der letzte Fang; Rindern, Bauern und Seen wird das Wasser abgestellt; Feminist Economics: Land, Gender, and Food Security; Remunicipalisations in Europe and beyond; u.a.m.

Mit neuen Maissorten wird versucht, den Saatgutmarkt aufzumischen.

Seit Jahren gibt es Bestrebungen, mit gentechnisch verändertem ‚Goldenen Reis’ ein verbreitetes Ernährungsproblem, den Vitamin-A-Mangel, anzugehen. Doch bislang hat er in keinem Land eine Zulassung, nicht zuletzt, weil er ein Einfallstor für die Gentechnologie im Nahrungsmittelbereich darstellt. Was mit dem ‚Goldenen Reis’ bislang nicht gelang, soll jetzt mit der Hilfe neuer Maissorten erreicht werden.

‚Eine Farm in Afrika‘ und ‚Wie wollen und werden wir leben?‘
Reportage und Grundlagenartikel für die ‚Fastenaktion 2014‘ von Misereor,
mit Fotos von Hartmut Schwarzbach und Illustrationen von Mira Sievering.

Im August 2013 streikten die Bauern in Kolumbien für mehrere Wochen und stellten die Belieferung der Städte mit Nahrungsmitteln quasi ein. Zusammen mit Studenten, Indigenen und Industriearbeitern, die sich solidarisch erklärten, legten sie das Land lahm. Die Auswirkungen der Freihandelsabkommen mit den USA und Europa auf die Landwirtschaft des Landes und die Empörung über eine damit zusammenhängende Saatgutverordnung waren der zentrale Auslöser. Mit letzterer wurde selbstproduziertes Saatgut für illegal erklärt und dessen Beschlagnahmung und Zerstörung verfügt.
Ein Gastbeitrag von Anne Schweiglervon der Saatgutkampagne

Am Beispiel von Reis lassen sich wie in einem Brennglas viele Aspekte der Auseinandersetzungen um landwirtschaftliche Entwicklungsstrategien, Land- und Wassernutzung, nationale und internationale Agrarpolitik, Ernährungsgewohnheiten und Ernährungssicherung veranschaulichen. Deshalb werden in diesem SPECIAL in den kommenden Monaten entsprechende Nachrichten, Blogbeiträge, Hinweise auf Literatur und Akteure zusammengestellt.

Opportunity Africa„; Agrarindustrie und Familienbetriebe in Brasilien; Die Weltbank und Großstaudämme – Déjà-vu; Afrikas Landwirtschaft im Umbruch; Gemeinsamkeiten von Naturschutz und ‚Land grab‘; Partnerschaft für Wachstum der Aquakultur; 2014: International Year for Family Farming; US-Exportförderung für Afrika auf dem Prüfstand; Familienbetriebe in der Landwirtschaft; u.a.m.

„Es ist traurig, dass so viele junge Leute die ländlichen Regionen verlassen haben“, bedauert James Mutebi von der Caritas Kampala. Man trifft sie überall in der quirligen, aus allen Nähten platzenden Hauptstadt. An jeder Straßenecke steht ein Pulk von Motorradfahrern, die auf Kunden warten. Die Zahl dieser Boda-Boda-Fahrer ist groß, die Konkurrenz riesig. Viele müssen sich ein Motorrad mieten, vom Verdienst bleibt dann oft nur wenig übrig. Benedict Kalungi kann sie denn auch nur bedauern. „Wenn man es richtig macht, kann man von der Landwirtschaft sehr viel besser leben“, sagt er. Er hat seine eigene kleine Farm, mit Obstbäumen, Kochbananen, Gemüse, Heilkräutern und Gewürzen, auch etwas Kleinvieh. „Wir sind es doch, die die Menschen in den Städten ernähren“, verkündet er stolz. Eine Reportage aus Uganda von Uwe Hoering.

Reis für Afrika; Weltbank-Rezept für Wohlstand für alle in Afrika; Auftakt für Erklärung kleinbäuerlicher Rechte; Die Meere neu denken; Bibliografie über Eigentumsrechte; Transformation der Landwirtschaft; Unternehmens-PR als Entwicklungshilfe; Trade regulation for food security; u.a.m.

Seit 2006 bemüht sich, relativ wenig beachtet, die „Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika“, den profitablen Teil der afrikanischen Landwirtschaft in den Weltmarkt zu integrieren. Hinzu kommt, dass parallel dazu, ebenfalls in Afrika, seit 2010 versucht wird, eine wichtige Komponente agrarökologischer Anbauverfahren unter private Kontrolle zu bringen – die biologische Anreicherung von Stickstoff im Boden. Wiederum gehört die Bill & Melinda Gates-Stiftung zu den Hauptakteuren.