„Wissensbasierte Bioökonomie“ ist ein neues Schlagwort in den Politik-Werkstätten von Berlin bis Brüssel. Es umschreibt eine Strategie des endgültigen Durchgriffs der Industrie auf die Landwirtschaft. Präsentiert wird sie als zwingendes Gebot der Nachhaltigkeit und wissenschaftlichen Vernunft in Zeiten des Klimawandels und globalen Marktes. Agrarsprit und Gentechnik, „grüne Fabriken“ und Bio-Raffinerien, nachwachsende Rohstoffe und Spezialchemie vom Acker verweben sich zu einem Konzept radikal veränderter Landnutzung, in dem Bauern nur am Rande vorkommen und der Anbau traditioneller Lebensmittel als lästige Pflicht erscheint.

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