Agrardebatte

zu Welternährung und globaler Landwirtschaft

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Am vierten Tag der Suche nach der Ernährungssicherheit in Senegal erfahren wir, welche Auswirkungen ein Importstopp für Zwiebeln aus Europa hatte, und diskutieren, ob das Beispiel auch auf andere Agrarprodukte wie Reis übertragen werden kann.

Am dritten Tag der Suche nach der Ernährungssicherheit für Senegal besuchten wir eine Farm, die Wassermelonen für spanische Supermärkte liefert, und trafen Bauern, die berichteten, wie sie ihr Land an Spekulanten und Investoren verloren haben.

Am Dienstag, dem zweiten Tag der Suche nach der Ernährungssicherheit für Senegal, geht es unter anderem um die Auswirkungen des Klimawandels im Sahel und um Ansätze, durch Aufforstung, Zugang zu Wasser und Absicherung von Landnutzungsrechten landwirtschaftliche Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen.

Organisiert von der Entwicklungsorganisation SOS Faim, bereiste ich Anfang Juni den Senegal, um über Ansätze zu einer besseren Eigenversorgung mit Lebensmitteln zu berichten. Denn das kleine westafrikanische Land, das unter anderem drei Viertel seines Reisbedarfs importiert, ist vom Anstieg der Nahrungsmittelpreise besonders betroffen. Zivilgesellschaft und Regierung versuchen nun, diese Abhängigkeit durch eine Steigerung der einheimischen Agrarproduktion zu verhindern. Ein Reise-Tagebuch

Der Aufschwung der Milchwirtschaft ist beispielhaft für die Entwicklung in China. Praktisch aus dem Nichts heraus wurde die Industrie, trotz ständiger Lebensmittelskandale, zu einer Marktmacht – zunächst im Land selbst, jetzt greift sie nach Unternehmen, Farmen und Märkten in anderen Ländern.

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Der Begriff ‚Land Grabbing‘ hat die Diskussion über die Problematik ausländischer Agrarinvestitionen angeheizt. Im Gespräch mit Uwe Hoering geht Nele Heiland vom Geographischen Institut der Humboldt-Universität in Berlin den Ursachen und Auswirkungen nach, wobei insbesondere die Entwicklungen in Äthiopien im Zentrum stehen.

Im Vorprogramm des G8-Gipfels in Camp David hat Präsident Barack Obama am 18. Mai eine ‚Neue Allianz für Ernährungssicherheit‘ vorgestellt, bei der die Privatwirtschaft helfen soll, dass Afrikas ärmste Bauern und Bäuerinnen sich selbst versorgen können. Manche Beobachter halten diese Initiative für einen Schritt in die richtige Richtung. Das Gegenteil ist der Fall.

Für Hamburger werden Wälder abgebrannt, für Fischstäbchen die Weltmeere leergefischt, für Aquakulturen Mangrovenwälder vernichtet. Die industrielle Produktion von Fleisch und Fisch frisst sich nicht nur wie ein Krebsgeschwür durch die natürliche Umwelt, sondern diktiert zunehmend weltweit die Produktionsbedingungen für Landwirtschaft und Tierhaltung – viele Gründe für einen eigenen Themenschwerpunkt auf globe-spotting.de: Fish & Ribs

Die Studie „Resource Revolution“, die im November vergangenen Jahres erschienen ist, hat seither viel Aufmerksamkeit erhalten, und das nicht nur, weil sie „erschreckender Lesestoff“ ist, wie ein Kommentator schrieb. Die weltweit operierende Beratungsfirma McKinsey, die die Studie vorlegte, hat einigen Einfluss auf Denken und Handeln in Politik und Wirtschaft.