Agrardebatte

zu Welternährung und globaler Landwirtschaft

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Den Ansätzen für eine “andere” Landwirtschaft, wie sie beispielsweise der Weltagrarrat vorgeschlägt, wird durch die von multilateralen Institutionen, US-amerikanischen Stiftungen und zahlreichen, auch europäischen Regierungen verfolgte Agrarstrategie der Boden entzogen: Sie setzen auf eine vorrangig auf externen Inputs beruhende Erzeugung agrarischer Massenprodukte und auf die Einbindung in den globalen Wettbewerbsmarkt. Dabei bereiten sie für die Agrarindustrie und die globalen Supermarktketten neue Märkte auf. Diese bestimmen zunehmend, wie Nahrungsmittel erzeugt, verarbeitet und vermarktet werden. Ein Beitrag aus: Petra Gruber (Hrsg.), Wie wir überleben! Ernährung und Energie in Zeiten des Klimawandels.

Zum Jahreswechsel gehören die Rückblicke auf Ereignisse des vergangenen Jahres, die für wichtig erachtet werden, und der Versuch, vorausschauend mögliche Ereignisse und Entwicklungen zu benennen. Wie sieht das für die Globe-spotting-Themen aus?

Ein Bericht der Deutschen Bank Research unter dem Titel “Lebensmittel eine Welt voller Spannung” konstatiert in bisher ungekannter Klarheit: “Die Landwirtschaft muss sich ändern, um die Welt zu ernähren.” Die Analyse der jüngsten Erkenntnisse zu Marktentwicklung und Nachhaltigkeit der weltweiten Landwirtschaft, insbesondere auch des Weltagrarberichts, liest sich über weite Strecken wie eine verdichtetes Papier von Entwicklungs- und Umweltorganisationen. Eine gut getimte Grundlage für globale Diskussionen über die Welt-Hungerlage, die Aufgaben eines neuen Verbraucher- und Landwirtschaftsministers und die Reform der EU-Agrarpolitik.

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