Agrardebatte

zu Welternährung und globaler Landwirtschaft

Durchsuche Beiträge mit Schlagwörtern Recht auf Nahrung

Afrique-Europe-Interact; WTO ohne Entwicklungsagenda; The Clever Ambiguity of “Climate Smart Agriculture”; Mobilization in the Brazilian countryside; Investoren bestimmen Umsetzung des Rechts auf Land; CO2 im Meer versenken und damit Armen helfen; China: Rural Labor in Transition; Water services back under public control; u.a.m.

Buchbesprechung: Aus kontrolliertem Raubbau; Microsoft Upgrade for Nonprofit Organisations; Wasser: Public services under attack; Neue Gentechnik ist auch Gentechnik; Who rules the waves?; WTO möchte wieder bei Agrarfragen mitmischen; Weltbank zweifelt an PPPs – und fördert sie weiter; Privatisierung im Agrarbereich ohne Sinn und Verstand; u.a.m.

Ohne Zugang zu Land keine Ernährungssouveränität; EU-Parlament warnt vor Landkonzentration in Europa; Günstige Prognose für die Saatgutindustrie; Räder sollen rollen für Chinas Fleischindustrie; How to advance food sovereignty; Stichwort: System of Rice Intensification; Agricultural commercialisation in regional contexts; “Nachhaltige Intensivierung” verspricht zu viel; Gullydeckel für die vergessenen Wasser-Helden; u.a.

Städtische Landwirtschaft – ein weites Feld; Die EU als globale Fischerei-Polizei; Kontrolle über Saatgut gefährdet Recht auf Nahrung; Weltbank-Wegweiser zu den besten Geschäftsbedingungen; Bauernrechte als Menschenrechte; Mit Schiedsgerichten gegen öffentliche Wasserpolitik; 600 Seiten Politische Ökonomie und Food Sovereignty; u.a.m.

Das Ernährungssicherungs-Gesetz in Indien
von Uwe Hoering, Oktober 2013

Das Recht auf Ernährung ist, so scheint es, mittlerweile allgemein anerkannt. Jetzt kommt es darauf an, den Anspruch auf Zugang zu ausreichender Nahrung auch umzusetzen. Das Ernährungssicherungs-Gesetz (National Food Security Bill), das Anfang September vom indischen Parlament verabschiedet wurde, könnte ein Meilenstein dafür sein. Und es könnte den Widerspruch zwischen überquellenden Vorratslagern und Getreideexporten auf der einen Seite, verbreitetem Hunger auf der anderen lösen. Doch die Chancen dafür stehen schlecht.

Das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat seine Position zum Thema Land Grabbing neu formuliert. Wird damit dem globalen Landraub der Kampf angesagt? Drei kritische Fragen des FIAN-Agrarexperten Roman Herre

Vor kurzem begrüßte der zuständige UN-Sonderberichterstatter, dass Mexiko dem Recht auf Nahrung Verfassungsrang eingeräumt hat. Es stellt sich jedoch die Frage, ob die verfassungsmäßige Anerkennung dieses Rechts nicht nur eine weitere Inszenierung im Rahmen von Mexikos simulierter Demokratie darstellt, ähnlich wie bei anderen völkerrechtlichen Abkommen. In einer kürzlich veröffentlichten Analyse wurde das nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) als wesentlicher Grund für den in Mexiko herrschenden Hunger identifiziert: Ende 2010 lebten 20 Millionen Einwohner Mexikos in “Ernährungsarmut”, einem Zustand, bei dem die betroffenen Personen sich nicht leisten können, eine ausreichende Menge an Grundnahrungsmitteln zu kaufen.

Seit dem globe-spotting-Literaturüberblick vom September 2010 gab es eine Reihe interessanter neuer Publikationen und Diskussionen zum Thema Land grab - ein Update:

Während das Ausmaß von „land grabbing“ durch ausländische Investoren zunimmt, gibt es Vorstöße einiger Regierungen und internationaler Institutionen wie der Weltbank, einen Verhaltenskodex auszuhandeln mit einer Reihe von Grundsätzen, die die Landnahmen von einer Bedrohung in eine Chance für ländliche Entwicklung und Armutsminderung verwandeln sollen. Dazu ein globe-spotting-Kommentar von Saturnino Borras Jr. und Jennifer Franco.

31337