Agrardebatte

zu Welternährung und globaler Landwirtschaft

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Fangverbot auf den Weltmeeren soll Bestände retten; Die Zukunft der Nahrung – eine Standortbestimmung; Nächste Generation von Genpflanzen und Herbiziden; Wassermärkte legen Landwirtschaft trocken; “Stadt Land Food”-Festival; Rethinking Public Services in the Global South; Knebelverträge bei der Tabakproduktion in Afrika; Konferenz der US-Regierung beansprucht Ozean; Nachwuchssorgen in der Landwirtschaft – weltweit; u.a.m.

Referendum gegen Privatisierungspläne der ‘Troika'; Why is Coca-Cola championing land rights?; Prinzipien für Agrarinvestitionen – Erste Lesung; ‘Neue Afrika-Politik’ des BMZ – agrarpolitisch nix Neues; Der Widerstand gegen Genpflanzen steht; China: Alle Kräfte für den Fischfang in Afrika; EU-Aktionsplan für ‘Blaue Wirtschaft'; Europa Spitze bei Weizenexporten und Fischimporten; u.a.m.

Zum Jahreswechsel gehören die Rückblicke auf Ereignisse des vergangenen Jahres, die für wichtig erachtet werden, und der Versuch, vorausschauend mögliche Ereignisse und Entwicklungen zu benennen. Wie sieht das für die Globe-spotting-Themen aus?

Klimawandel, Agrarkrise und Land grabbing geben der Wasserfrage neue Aktualität. Zahlreiche Konferenzen werden sich in den kommenden Monaten mit dem Themenbereich beschäftigen, darunter die Konferenz zu Wasser, Energie und Ernährung Ende November in Bonn und das World Water Forum im März 2012 in Marseille. Die Privatisierung im Wassersektor spielt zudem in der Debatte um Gemeingüter eine wichtige Rolle – siehe Berlin. Genug Gründe also für ein globe-spotting-SPECIAL zu Wasserpolitik

Anläßlich des Welternährungsgipfels, der in der Woche vom 11. Oktober 2010 in Rom tagte, wurde der aktuelle Welthungerindex vorgestellt. Dem zufolge leidet derzeit zirka eine Milliarde Menschen an Hunger und Unterernährung. Die Mitverantwortung der internationalen Saatgutkonzerne an der Permanenz der globalen Hungerkrise und mögliche Alternativen dazu sind Gegenstand eines zweiteiligen Beitrags, der am 14. und 15. Oktober 2010 in der Tageszeitung “junge Welt” erschien.

Teil I

Teil II

Dies sei ein „historischer Tag“, jubeln Vertreter der seit zehn Jahren andauernden Kampagne, dass Wasser als Menschenrecht anerkannt wird. Die Verabschiedung einer entsprechenden Resolution durch die UN-Generalversammlung ist sicherlich ein Erfolg – und eine Gelegenheit, ein kleines Resümee zu ziehen über die Auseinandersetzungen um die Privatisierungspolitik im Wasserbereich seit Mitte der 1990er Jahre. Ein Kommentar

Faladji sind lebensspendend. Das Wort kommt aus dem Persischen und bezeichnet ein antikes Bewässerungssystem. Für die Wassernutzung in Haushalten und Landwirtschaft sind die faladji oder quanats in vielen ariden arabischen Ländern unverzichtbar Wie die acequias in Mexiko oder die johads in Indien folgen sie einem einfachen Prinzip: An den Berghängen wird das Grundwasser angegraben und dann in Kanälen – die Topographie geschickt nutzend – zu den Siedlungen geleitet. Dabei sind die Nutzungsregeln so festgelegt, dass sich niemand benachteiligt fühlt.

Seit 2006 ist das Aflaj-faladj System in den Regionen Dakhiliya, Sharqiya und Batinah des Sultanats Oman UNESCO-Weltkulturerbe. Sie stellten „eine außergewöhnlich gut erhaltene Form der Landnutzung dar“, heißt es in der Begründung. In den genannten Regionen sind noch 3,000 Kanalsysteme in Benutzung. Im ganzen Land sollen es nach Auskunft des Wasserministeriums 11.000 sein. Warum “faladji” so alt geworden sind wie Methusalem erfahren Sie hier.

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