Agrardebatte

zu Welternährung und globaler Landwirtschaft

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Von Uwe Hoering, Februar 2017: Vor einem Jahrzehnt schien es so, als würde ein ‚Schlafender Riese’ geweckt: Afrika habe das Potential, zum Brotkorb der Welt’ zu werden. Dafür wurde auf private Investoren gesetzt, die ein wirtschaftliches Interesse am Anbau von Nahrungsmitteln wie Reis hätten. Ernährungssicherheit und Armutsminderung schienen so mit kapitalistischer Agrarindustrie kongruent zu werden. Doch die meisten Länder in Afrika südlich der Sahara stehen heute genau da, wo sie vor zehn Jahren standen: Abhängig vom Weltmarkt und von globalen Konzernen. Und die Chance, die einheimische bäuerliche Landwirtschaft zu fördern, wurde vertan.

Africa Enterprise Challenge Fund (AECF); Blue Carbon: Ocean Grabbing in Disguise?; Recht auf Wasser und Entwicklungszusammenarbeit; “Gates-Stiftung gehört auf den Prüfstand”; The Italian water movement; 22. März 2016 World Water Day; ‘Gelbe Karte’ gegen Sklaverei in der Fischindustrie; Landgrab: “Big, big problem”; u.a.m.

by Uwe Hoering, January 2016: In October 2013, Xi Jinping, head of China’s government and communist party, announced the initiative “One Belt, One Road”: With the “New Silk Road”, transport and trade routes between China, Central Asia and Eastern Europe are to be expanded and a network of roads, railway lines and pipelines in the region to be build. This would become a kind of backbone for “Economic Corridors”. Besides opening up new trade routes that would make China more independent from maritime shipping routes and better access to existing and new markets, the initiative also aims at access to oil, gas and other natural resources – including land and water.

Afrique-Europe-Interact; WTO ohne Entwicklungsagenda; The Clever Ambiguity of “Climate Smart Agriculture”; Mobilization in the Brazilian countryside; Investoren bestimmen Umsetzung des Rechts auf Land; CO2 im Meer versenken und damit Armen helfen; China: Rural Labor in Transition; Water services back under public control; u.a.m.

Wasser: ‘Erst kommt die Ernährung, dann die Industrie'; Land grabbing and political reactions ‘from below’; Neuer Beirat für die Reform der Ernährungssysteme; Selbsternannte Global Ocean Commission feiert sich; Global Pastoralist Knowledge Hub; Kurzanleitung der Weltbank, um Hunger und Armut zu beenden; EU-Handelsabkommen mit Afrika im Schatten von TTIP; Die Fischindustrie als “Männerclub”; u.a.m.

China: Mehr Fisch, weniger Hühnchen; Korruption verhindert Land grabbing in Nigeria; Investitionsabkommen und die Agrarfrage; Importabhängigkeit bei Nahrungsmittel steigt steil an; Community Land and Resource Rights; Montpellier: Desertif’actions; Lernen von Brasilien – Aufkaufprogramm für Afrika; Teure Perspektiven für Nachhaltigkeitsziele im Wassersektor; Basel: Monsanto & Syngenta; u.a.m.

Gentech-Mais löst Streit zwischen Agrarkonzernen aus; Auswertung der Jahrestagung 2014 von Weltbank und IWF; Conference on land policy in Africa; Nachrichten, um satt zu werden; Patentamt verhandelt über Tomate und Brokkoli; Pioneer, Tiger und Shoprite trekken nach Norden; Filmstart: “Jan Satiagraha – Marsch der Gerechtigkeit“; Chinesischer Staudammbauer auf schwarzer Liste der Weltbank; u.a.m.

Neue Anwältin für das Recht auf Nahrung; The Role of China in World Fisheries; Rückschlag für Coca-Cola in Indien; Wird NRO-Arbeit zu Welternährung ausgehungert? Europa ernährt die Welt, u.a. mit Wein und Schnaps; Weltbank-Studie: Landmärkte fördern die Produktivität; Fleisch – ein zentrales Thema für Klimagerechtigkeit; Soziale Bewegungen und La Via Campesina; u.a.m.

Chinas Getreidehändler auf Einkaufstour; China und die Agrarentwicklung in Afrika; Zusammenarbeit im Wassersektor im Südlichen Afrika; Steigender Energiebedarf bedroht Wasserversorgung; Hunger durch Globalisierung der Massentierhaltung; Verfügen Bäuerinnen über mehr Land als vermutet? Urbanisierung mit chinesischen Besonderheiten; Indien – Ernährungssicherung per Gesetz?; u.a.m.

Der offizielle Start von vier Großprojekten des »German Food Partnership«-Programms (GFP) am 5.11.2013 war Anlass zu scharfer Kritik an dieser »Entwicklungspolitik im Dienst deutscher Konzerne«. Von der Vorgehensweise und von der Struktur her ähnelt diese »Partnerschaft«, an der BASF, Bayer Cropscience, aber auch die Handelskette Metro, der Verband der Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen und die Düngemittelindustrie beteiligt sind, der »Alliance for a Green Revolution in Africa«. Bei beiden geht es um die Schaffung vertikal integrierter Wertschöpfungsketten, bei denen bekanntlich der Wert vor allem am unteren Ende der Kette von den Bäuerinnen und Bauern geschaffen und dann schrittweise nach oben transferiert wird.

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