Agrardebatte

zu Welternährung und globaler Landwirtschaft

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The State of the World’s Animal Genetic Resources; ChemChina bietet 43 Milliarden für Syngenta; Der kritische Agrarbericht 2016; Weltbank hofft auf Durchbruch bei PPP-Projekten im Wasserbereich; Plotting the course: COP21 and agriculture; First World Ocean Assessment; Enabling the Business of Agriculture 2016; Biotechnologien für Kleinbauern; u.a.m.

by Uwe Hoering, January 2016: In October 2013, Xi Jinping, head of China’s government and communist party, announced the initiative “One Belt, One Road”: With the “New Silk Road”, transport and trade routes between China, Central Asia and Eastern Europe are to be expanded and a network of roads, railway lines and pipelines in the region to be build. This would become a kind of backbone for “Economic Corridors”. Besides opening up new trade routes that would make China more independent from maritime shipping routes and better access to existing and new markets, the initiative also aims at access to oil, gas and other natural resources – including land and water.

Afrique-Europe-Interact; WTO ohne Entwicklungsagenda; The Clever Ambiguity of “Climate Smart Agriculture”; Mobilization in the Brazilian countryside; Investoren bestimmen Umsetzung des Rechts auf Land; CO2 im Meer versenken und damit Armen helfen; China: Rural Labor in Transition; Water services back under public control; u.a.m.

Seit elf Jahren befasst sich die erste Regierungserklärung eines neuen Jahres (No.1 Central Document), mit der das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas und der Staatsrat, i.e. die Zentralregierung in Beijing, ihre politischen Prioritäten vorstellen, mit den ‚Three rural issues’ – der Landwirtschaft, den ländlichen Gebieten und der Lage der bäuerlichen Bevölkerung. Das zeigt die große Bedeutung, die die Agrarfrage nach wie vor für die Politik hat.

In seinem Jahresbericht 2012 sieht das Forschungsinstitut für Ernährungspolitik, IFPRI, China an einem „Wendepunkt“. Nachdem das Land jahrelang bei wichtigen Getreidesorten Selbstversorger war, wurden im vergangenen Jahr zwei bis drei Millionen Tonnen Reis, vier bis fünf Millionen Tonnen Weizen und fünf bis sechs Millionen Tonnen Mais importiert. Andere Beobachter sehen China deswegen gar auf dem Weg in eine „strategische Abhängigkeit“ vom Weltagrarmarkt.

BRICS-Gipfel in Südafrika; Lebensmittelindustrie: Verlust und Verschwendung; Wer bringt Afrikas Landwirtschaft voran?; Wasserpolitik: ‘Notverkäufe’ des Tafelsilbers; Sponsorengeld für Gentech-Mais und -Weizen; Agrarkooperation Afrika-Brasilien-China; Experiment mit individuellen Landtiteln in China; u.a.m.

6. November 2012: Tam Giang-Cau Hai ist die größte Lagune in Südostasien. 70 Kilometer lang erstreckt sie sich nicht weit entfernt von der alten Kaiserstadt Hué an der Ostküste Vietnams. Bis vor einigen Jahren lebten viele Menschen hier noch als “Lagunen-Nomaden” auf ihren Hausbooten vom Fischfang. Doch durch Überfischung und Umweltschäden sind die Bestände dramatisch zurückgegangen. Die Einwohner des Dorfes Ngu My Thanh versuchen nun, durch schonendere Methoden die Lagune zu retten und sich durch Ökotourismus zusätzliche Einkünfte zu verschaffen.

Masipag, eine philippinische Bauernorganisation, pflegt einen kreativen Umgang mit der Gesetzgebung, weil die Bäuerinnen und Bauern davon überzeugt sind, dass Saatgut niemandem allein gehören kann.  Masipag: das heißt soviel wie “Landwirte und Wissenschaftler für Entwicklung”.

Die Organisation besteht seit 1986 und hat sich intensiv mit den Folgen der so genannten Grünen Revolution auseinandergesetzt: Verlust an Kulturpflanzenvielfalt, höhere Kosten durch zunehmenden Pestizideinsatz, saure Böden und vieles mehr. Und somit: mehr Abhängigkeit durch Schulden für ohnehin schon arme Bauern. Von genetischem Imperialismus ist die Rede. Tatsächlich ist “modernes” Saatgut (Hybridsaatgut oder genmanipuliertes Saatgut) für viele Bauern heute unerschwinglich. Wenn sie kaufen wollen, benötigen sie meist einen Kredit. Wenn sie dann kaufen, drücken Schulden, denn Zinssätze zwischen 25-50% (!) sind in den Tropen weit verbreitet. Da hilft nur selber züchten! Aber wie? „Farmer-Led Participatory Plant Breeding“ heißt das Konzept, das zu mehr Selbstermächtigung und Vielfalt führt. Die Zusammenfassung der Arbeit von Masipag klingt nach der Erdung von Elinor Ostroms Designprinzipien für erfolgreiches gemeinschaftliches Ressourcenmanagement und nach einem intelligenten “legal hack“. Genau das, was die Welt braucht.

Wer mehr wissen will: hier geht’s lang.

 

Wachsender Fleischkonsum zeigt den zunehmenden Wohlstand in China, doch die ländlichen Familienbetriebe profitieren davon kaum: ihre kleinbäuerliche Tierhaltung wird zunehmend durch industrielle Fleischproduktion verdrängt, das Futter wird überwiegend importiert, zum Beispiel als Gensoja aus Brasilien.

Gestützt auf einen autoritativen Bericht der FAO wird vermittelt, dass die Behauptung, die gestiegene Nachfrage nach Nahrungsmitteln sei auf den wachsenden Wohlstand in China und Indien zurückzuführen, ein Mythos ist. Im Gegenteil: Wachsende Massenarmut senkt dort gesamthaft den Nahrungskonsum. Der globale Nahrungskonsum verlangsamt sich. Immer mehr Lebensmittel gehen in die Agrospritindustrie. Ein Gastbeitrag von der führenden indischen Ökonomin Jayati Ghosh.

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