Agrardebatte

zu Welternährung und globaler Landwirtschaft

Durchsuche Beiträge in Alternativen

Obwohl Mexiko für das klassische Land Grabbing ein untypischer Fall ist, spielt das Phänomen eine durchaus beachtliche Rolle, wenn man den Blickwinkel erweitert und Land Control Grabbing einbezieht. Bei einer solchen Erweiterung des Blickwinkels wird deutlich, dass auf diese Weise in Mexiko inzwischen 30% der landwirtschaftlichen Nutzfläche durch Dritte kontrolliert werden. Umgekehrt gibt es zaghafte Versuche von Regierungen bestimmter Länder, Land Grabbing durch gesetzlich Regelungen bzw. Moratorien einzudämmen. Daran knüpft sich die Frage an, ob sich bäuerliches Wirtschaften und agrarökologische Methoden, gegen die mit dem Landraub verbundene Großflächenproduktion werden behaupten können. Zwei Beiträge hierzu sind auf www.welt-ernaehrung.de verlinkt.

6. November 2012: Tam Giang-Cau Hai ist die größte Lagune in Südostasien. 70 Kilometer lang erstreckt sie sich nicht weit entfernt von der alten Kaiserstadt Hué an der Ostküste Vietnams. Bis vor einigen Jahren lebten viele Menschen hier noch als “Lagunen-Nomaden” auf ihren Hausbooten vom Fischfang. Doch durch Überfischung und Umweltschäden sind die Bestände dramatisch zurückgegangen. Die Einwohner des Dorfes Ngu My Thanh versuchen nun, durch schonendere Methoden die Lagune zu retten und sich durch Ökotourismus zusätzliche Einkünfte zu verschaffen.

Am fünften und vorerst letzten Tag der Suche nach der Ernährungssicherheit in Senegal sind wir in der Hauptstadt Dakar, um politische Antworten und Lösungen für die Probleme, die wir in den ländlichen Regionen gesehen haben, zu bekommen.

Am vierten Tag der Suche nach der Ernährungssicherheit in Senegal erfahren wir, welche Auswirkungen ein Importstopp für Zwiebeln aus Europa hatte, und diskutieren, ob das Beispiel auch auf andere Agrarprodukte wie Reis übertragen werden kann.

Am dritten Tag der Suche nach der Ernährungssicherheit für Senegal besuchten wir eine Farm, die Wassermelonen für spanische Supermärkte liefert, und trafen Bauern, die berichteten, wie sie ihr Land an Spekulanten und Investoren verloren haben.

Organisiert von der Entwicklungsorganisation SOS Faim, bereiste ich Anfang Juni den Senegal, um über Ansätze zu einer besseren Eigenversorgung mit Lebensmitteln zu berichten. Denn das kleine westafrikanische Land, das unter anderem drei Viertel seines Reisbedarfs importiert, ist vom Anstieg der Nahrungsmittelpreise besonders betroffen. Zivilgesellschaft und Regierung versuchen nun, diese Abhängigkeit durch eine Steigerung der einheimischen Agrarproduktion zu verhindern. Ein Reise-Tagebuch

Das Buch “Agrar-Kolonialismus in Afrika. Eine andere Landwirtschaft ist möglich” von Uwe Hoering, erschienen 2007 im VSA-Verlag, Hamburg, ist jetzt als pdf-Datei (0,9 MB) erhältlich.

In dem Beitrag „Peak Soil: Soil Destruction and the Food Crisis“ in der Ausgabe Nr. 38/39 von „local land & soil news“ (2011) geht es um die globale Bodendegradation und deren mögliche Umkehr. Der Begriff „Peak Soil“ ist eine semantische Ableitung von „Peak Oil“, aber zwischen diesen beiden Begriffen besteht ein wesentlicher Unterschied: Während es unmöglich ist, fossile Energie zu „erneuern“ (außer in geologischen Zeiträumen), ist es möglich, viele degradierte Böden innerhalb eines menschlichen Zeithorizonts zu restaurieren, vorausgesetzt der politische Wille existiert und es würden die entsprechenden Kenntnisse angewendet und Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.

Beim Nyéléni-Forum, das Mitte August in Österreich stattfand, wurde eine europäische Bewegung für Ernährungssouveränität angestoßen, berichtet Berit Thomsen von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) in ihrem Gastbeitrag.

Anläßlich des Welternährungsgipfels, der in der Woche vom 11. Oktober 2010 in Rom tagte, wurde der aktuelle Welthungerindex vorgestellt. Dem zufolge leidet derzeit zirka eine Milliarde Menschen an Hunger und Unterernährung. Die Mitverantwortung der internationalen Saatgutkonzerne an der Permanenz der globalen Hungerkrise und mögliche Alternativen dazu sind Gegenstand eines zweiteiligen Beitrags, der am 14. und 15. Oktober 2010 in der Tageszeitung “junge Welt” erschien.

Teil I

Teil II