Agrardebatte

zu Welternährung und globaler Landwirtschaft

Nicht selten ruft die Frage, ob und unter welchen Bedingungen die wachsende Weltbevölkerung ausreichend ernährt werden kann, Ratlosigkeit und Unbehagen hervor. Eine negative Antwort würde den Hungertod Hunderter Millionen Menschen mit kaum vorstellbaren gesellschaftlichen Folgen bedeuten. Schließlich sind schon heute zirka 850 Millionen Menschen unterernährt, was bedeutet, dass alljährlich etwa 10 Millionen Menschen an Hunger oder seinen unmittelbaren Folgen sterben. Die Frage, was getan werden müsste, um bei gleichzeitig wachsender Weltbevölkerung von diesem Genozid wegzukommen, wird sehr unterschiedlich beantwortet.

Business Parks zur Modernisierung der Landwirtschaft in Afrika; China: Kooperation mit Afrika im Agrarbereich; Noch mehr Leitlinien für Agrarinvestitionen; Den ökonomischen Wert von Wasser bemessen; Politikberatung zum FE2W-Nexus; Machenschaften privater Versorgungsunternehmen im Wassersektor; Weltbank: Politik der Umweltzerstörung; Food safety fears drive business cooperation with China; u.a.m.

Handelsabkommen kriminalisieren bäuerliches Saatgut; Niedergang des Rosen-Königs; Understanding the Energy-Water (and Food) Nexus; 4 Herausforderungen, 4 Chancen und 4 Ideen; BMZ beschneidet Kritik an Agrarkonzernen; ‘Stillen Hunger’ bekämpfen; Neue Zahlen zu großflächiger Landnahme; Entwicklungshilfe für Agrar- und Ernährungskonzerne; Gates-Gelder für Forschung statt für Landwirtschaft; u.a.m.

Energie ist eine wichtige Ressource für die menschliche Zivilisation, und Stickstoff stellt einen unentbehrlichen Pflanzennährstoff dar. Doch mit dem synthetischen Dünger verhält es sich ähnlich wie mit der Atomkraft – beide sind entbehrlich. Und es gibt eine weitere Parallele zur Atomenergie: Beim Stickstoff gibt es eine ähnlich dramatische Umweltbelastung, die jedoch im öffentlichen Bewusstsein deutlich weniger präsent ist. Stickstoff (und Phosphat) sind zwar nicht so gefährlich wie Brennstäbe aus Atomkraftwerken, aber sie werden auch nicht zwischen- oder endgelagert, sondern entweichen in großem Umfang völlig unkontrolliert in die Umwelt.

von Uwe Hoering, November 2014

In bester Manier der Kommunistischen Partei Chinas strukturiert Francesco Rampa, Leiter des Programms Ernährungssicherheit beim European Centre for Development Policy Management (ECDPM), seinen Blog-Beitrag über Ernährung in 4 Herausforderungen, 4 Chancen und 4 Ideen für die EU. Zwar äußert er hier seine persönliche Meinung. Doch der Beitrag zeigt sehr schön die Argumentation, wie gegenwärtig die Verschiebung der Diskussion weg von den Themen Hunger, Armut, Ernährungssicherheit und Verteilungsfragen hin zu ‚Ernährung’ das Einfallstor bietet für die Legitimation von Public-Private Partnerships – und für die Abdankung der Politik aus ihrer entwicklungspolitischen Verantwortung.

Wasser – nur gegen Cash; China: Landpolitik, Entwicklung und Reformdebatten; Wenig Transparenz bei German Food Partnership; Eine Million Hektar Land für indischen Milliardär; ‘Drachenköpfe’ für die chinesische Lebensmittelindustrie; Bechtel übernimmt Gabun; Nahrung-Rohstoffe-Energie-Nexus; World Farmers’ Organisation; u.a.m.

von Uwe Hoering, Oktober 2014:

Nicht nur der diesjährige Welternährungstag am 16. Oktober 2014 stand unter dem Motto ‚Family Farming: Feeding the World, Caring the Earth’, das ganze Jahr 2014 wurde von den Vereinten Nationen der sogenannten Familienlandwirtschaft gewidmet. Viele Beobachter sehen darin die Anerkennung für die entscheidende Rolle, die die bäuerliche Landwirtschaft für Ernährungssicherung, Umweltschutz, Armutsminderung und ländliche sowie wirtschaftliche Entwicklung spielt, einige gar den Beginn ihrer “Renaissance”.

Gentech-Mais löst Streit zwischen Agrarkonzernen aus; Auswertung der Jahrestagung 2014 von Weltbank und IWF; Conference on land policy in Africa; Nachrichten, um satt zu werden; Patentamt verhandelt über Tomate und Brokkoli; Pioneer, Tiger und Shoprite trekken nach Norden; Filmstart: “Jan Satiagraha – Marsch der Gerechtigkeit“; Chinesischer Staudammbauer auf schwarzer Liste der Weltbank; u.a.m.

Innovative Ausbeutung im industriellen Reisanbau; Financial transformation of agro-food supply chains; Energy and Water in rural Africa; Lufthansa steigt in den Anbau von Energiepflanzen ein; Beschränkte Partnerschaften im Agrarbereich; Literaturübersicht: Frauen und Landwirtschaft; Food Movements in China and Germany; Bioökonomie und nachhaltige Entwicklung; u.a.m.

Von Bretton Woods bis ‘Troika’ – Chronik des IWF; Expansion der Supermarktketten; Private Versorgungsunternehmen verlieren weitere Städte; PPP in developing countries; Offizielle Hungerzahlen kurz vor dem Ziel; “Global water scene not as rosy as officially painted“; ‘Grüne Revolution’ will Investoren und Armen helfen; Energiepflanzen bei Investoren begehrt, aber riskant; u.a.m.