Agrardebatte

zu Welternährung und globaler Landwirtschaft

‘Neue Allianz’ strukturiert Afrikas Landwirtschaft um; Agrarreformen in Asien gegen die bäuerliche Landwirtschaft; ‘Big Spender’ fördern Finanzialisierung der Wasserversorgung; Food Sovereignty: convergence and contradictions; “Treat development like a business“; Saatgutkontrolle in Nord und Süd; China: Developing the meat grab; Aktionen gegen Landgrabs in Afrika und Asien; u.a.m.

Land- und Agrarreformen müssen zurück auf die Tagesordnung

von Uwe Hoering, April 2015.

Alle wollen die bäuerliche Landwirtschaft – von FAO über Europäische Union und Weltbank bis hin zur New Alliance für Food Security und Nutrition. Doch die Erfüllung der Hoffnungen vieler entwicklungs- und zivilgesellschaftlicher Organisationen, dass sich diese Bekenntnisse nun auch in ihrer wirkungsvollen Förderung niederschlagen mögen, hängt von einer zentralen Frage ab: Der Umverteilung von Land.

Städtische Landwirtschaft – ein weites Feld; Die EU als globale Fischerei-Polizei; Kontrolle über Saatgut gefährdet Recht auf Nahrung; Weltbank-Wegweiser zu den besten Geschäftsbedingungen; Bauernrechte als Menschenrechte; Mit Schiedsgerichten gegen öffentliche Wasserpolitik; 600 Seiten Politische Ökonomie und Food Sovereignty; u.a.m.

Eine aktuelle Recherche des Pestizid Aktions-Netzwerks (PAN Germany) deckt eine wichtige Lücke bei der Risikobewertung von Glyphosat durch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) auf. Demnach gibt es derzeit mindestens zehn Studien, die zeigen, dass Glyphosat in Zellen sogenannten „oxidativen Stress“ auslöst, der auch zur Krebsentstehung führen kann. Diesen Wirkungsmechanismus hat das BfR jedoch außer Acht gelassen. Dieses Versäumnis könnte ein Grund dafür sein, dass das BfR, anders als ein internationales Gremium der Weltgesundheitsorganisation (WHO), zu dem Schluss kommt, dass Glyphosat nicht krebserregend ist.

Umsiedlungspraxis der Weltbank verstößt gegen Richtlinien; Piraten-Schiffe versenken; Mit Via Campesina gegen Konzerne und Freihandel; Tracking livestock programmes worldwide; Privatisierung in Manila aus Unternehmenssicht; Women agricultural workers and the right to food; Der Kritische Agrarbericht 2015; Nachhaltige Entwicklungsziele im Wassersektor; u.a.m.

China’s Agricultural Investments in Africa; Nyéléni Declaration for Agroecology; “Them Belly Full (But We Hungry)“; Addressing Human Rights Impacts of ‘Land grabbing’; Europas Abhängigkeit von Fischimporten; World Bank Safeguards Policies and land use; Financialization in the Agrifood System; Rechtliche Regulierung von Agrarinvestitionen; Gericht hebt Privatisierungsverträge in Jakarta auf; u.a.m.

Wirtschaftswachstum durch Agrarkorridore; Ernährungssicherheit durch Wasserknappheit bedroht; Chinas Fischerei-Industrie rüstet in der Antarktis auf; Privatisierung der Wasserversorgung in Lagos; Aufbauhilfe für die Fischindustrie in Myanmar; Saatgut in Südasien, Afrika und Europa; Grüngürtel für die moderne Seidenstraße; Nomadische Tierhaltung “nützt der Menschheit”; u.a.m.

China: Mehr Fisch, weniger Hühnchen; Korruption verhindert Land grabbing in Nigeria; Investitionsabkommen und die Agrarfrage; Importabhängigkeit bei Nahrungsmittel steigt steil an; Community Land and Resource Rights; Montpellier: Desertif’actions; Lernen von Brasilien – Aufkaufprogramm für Afrika; Teure Perspektiven für Nachhaltigkeitsziele im Wassersektor; Basel: Monsanto & Syngenta; u.a.m.

World Bank chief economist on inequality, wages, PPP; Der Krieg gegen die Subsistenz; Filmtage zum Recht auf Nahrung; Bonner Konferenz will die Globale Transformation; Sklaverei in Thailands Fischerei dauert an; Staudammprojekt bedroht Feuchtgebiete in Mali; Agrarkonzerne übernehmen Landwirtschaft der Ukraine; Transformation der Landwirtschaft in China durch Mechanisierung; u.a.m.

Zirkulierende Migration, die Rückkehrmöglichkeit zu ihren im ländlichen Bereich gebliebenen Familien, bei Jobverlust oder steigenden Lebenshaltungskosten im urbanen Bereich, ist eine wichtige Überlebensstrategie in Afrika. Doch es besteht die begründete Sorge, dass diese Möglichkeit der Risikominderung mehr und mehr verschwinden wird, nämlich in dem Maße, in dem Agrarkonzerne und die für sie arbeitenden Institutionen die “Hungerbekämpfung” übernehmen. Der Beitrag befasst sich mit Migration, Urbanisierung und der Landfrage – dem laut T.S. Jayne et al. (2014) “am stärksten vernachlässigten entwicklungspolitischen Thema” in Afrika.