Agrardebatte

zu Welternährung und globaler Landwirtschaft

Bauern und Fischer lehnen Transparenz-Initiative der G8 ab; Film über Wasserprivatisierung in Griechenland; Kritik an G8-Agrarinitiativen in Afrika; Deutsche Bank investiert in “Kautschuk-Barone”; Demonstration gegen Agrarfabriken; Beitrag der Wälder zur Ernährungssicherheit; u.a.m.

Ethisch essen mit Fleisch; Rekordernten bei Getreide erwartet; Fragwürdiges Lob für Agrarinitiativen der G8; Veranstaltung: Business besiegt den Hunger; Kontroverse um Chinas Hilfe in Afrika; Private Investoren sind wasserscheu; Ausstellung: Landnahme in Phnom Penh; u.a.m.

China und Brasilien in Afrikas Agrarsektor; Politische Philosphie des Essens; Oktober 2013, Berlin: Second Global Soil Week; ‘Frankenfish’ auf dem Weg nach Europa; Forestgrab in China – mit Weltbankhilfe; Agrarinvestitionen im Dienst der Ernährungssicherheit; Die Landfrage in der Konferenz-Maschinerie; Kaffeeprivatisierung in Burundi in der Kritik; u.a.m.:

Wenn die wöchentliche Artikelsammlung auf farmlandgrab.org ein Indikator ist, dann geht das Land grabbing immer weiter, wenn auch möglicherweise etwas langsamer. Teils haben wohl die breite öffentliche Kritik und der wachsende Widerstand bei Regierungen, Investoren und Institutionen Spuren hinterlassen. Teils werden auch die wirtschaftlichen Risiken großer Agrarinvestitionen deutlich, was dazu geführt haben mag, dass der anfängliche Enthusiasmus gedämpft wurde. Gleichzeitig verlagern sich die Auseinandersetzungen immer stärker auf die nationale Ebene beziehungsweise sogar „aufs Feld“ und liegen damit weitgehend unter dem Wahrnehmungshorizont der internationalen Debatte und Aufmerksamkeit. Damit wird es immer schwieriger, auch nur annähernd den Überblick zu behalten.

Obwohl Mexiko für das klassische Land Grabbing ein untypischer Fall ist, spielt das Phänomen eine durchaus beachtliche Rolle, wenn man den Blickwinkel erweitert und Land Control Grabbing einbezieht. Bei einer solchen Erweiterung des Blickwinkels wird deutlich, dass auf diese Weise in Mexiko inzwischen 30% der landwirtschaftlichen Nutzfläche durch Dritte kontrolliert werden. Umgekehrt gibt es zaghafte Versuche von Regierungen bestimmter Länder, Land Grabbing durch gesetzlich Regelungen bzw. Moratorien einzudämmen. Daran knüpft sich die Frage an, ob sich bäuerliches Wirtschaften und agrarökologische Methoden, gegen die mit dem Landraub verbundene Großflächenproduktion werden behaupten können. Zwei Beiträge hierzu sind auf www.welt-ernaehrung.de verlinkt.

Neue Saatgutregelung will Afrikas Bauern abzocken; Eine interdisziplinäre Kontroverse über Hunger; Gender and Agriculture; Milliarden-Subventionen für Chinas Fischereisektor; Wassermärkte in den USA und Australien; Europa unterstützt Bauernorganisationen in Afrika; u.a.m.

In seinem Jahresbericht 2012 sieht das Forschungsinstitut für Ernährungspolitik, IFPRI, China an einem „Wendepunkt“. Nachdem das Land jahrelang bei wichtigen Getreidesorten Selbstversorger war, wurden im vergangenen Jahr zwei bis drei Millionen Tonnen Reis, vier bis fünf Millionen Tonnen Weizen und fünf bis sechs Millionen Tonnen Mais importiert. Andere Beobachter sehen China deswegen gar auf dem Weg in eine „strategische Abhängigkeit“ vom Weltagrarmarkt.

BRICS-Gipfel in Südafrika; Lebensmittelindustrie: Verlust und Verschwendung; Wer bringt Afrikas Landwirtschaft voran?; Wasserpolitik: ‘Notverkäufe’ des Tafelsilbers; Sponsorengeld für Gentech-Mais und -Weizen; Agrarkooperation Afrika-Brasilien-China; Experiment mit individuellen Landtiteln in China; u.a.m.

BRICS-Gipfel in Südafrika; Lebensmittelindustrie: Verlust und Verschwendung; Wer bringt Afrikas Landwirtschaft voran?; Wasserpolitik: ‘Notverkäufe’ des Tafelsilbers; Sponsorengeld für Gentech-Mais und -Weizen; Agrarkooperation Afrika-Brasilien-China; Experiment mit individuellen Landtiteln in China; u.a.m.

In zwei neuen Berichten sorgen sich Weltbank und IFPRI, das Internationale Forschungsinstitut für Ernährungspolitik, um die Entwicklung der Landwirtschaft, besonders in Afrika, um den Hunger und die Armut und machen Vorschläge für Lösungen, bei denen die bäuerliche Landwirtschaft allerdings nur eine untergeordnete Rolle spielt. Ein Literatur-Bericht.