Agrardebatte

zu Welternährung und globaler Landwirtschaft

Wirtschaftswachstum durch Agrarkorridore; Ernährungssicherheit durch Wasserknappheit bedroht; Chinas Fischerei-Industrie rüstet in der Antarktis auf; Privatisierung der Wasserversorgung in Lagos; Aufbauhilfe für die Fischindustrie in Myanmar; Saatgut in Südasien, Afrika und Europa; Grüngürtel für die moderne Seidenstraße; Nomadische Tierhaltung “nützt der Menschheit”; u.a.m.

China: Mehr Fisch, weniger Hühnchen; Korruption verhindert Land grabbing in Nigeria; Investitionsabkommen und die Agrarfrage; Importabhängigkeit bei Nahrungsmittel steigt steil an; Community Land and Resource Rights; Montpellier: Desertif’actions; Lernen von Brasilien – Aufkaufprogramm für Afrika; Teure Perspektiven für Nachhaltigkeitsziele im Wassersektor; Basel: Monsanto & Syngenta; u.a.m.

World Bank chief economist on inequality, wages, PPP; Der Krieg gegen die Subsistenz; Filmtage zum Recht auf Nahrung; Bonner Konferenz will die Globale Transformation; Sklaverei in Thailands Fischerei dauert an; Staudammprojekt bedroht Feuchtgebiete in Mali; Agrarkonzerne übernehmen Landwirtschaft der Ukraine; Transformation der Landwirtschaft in China durch Mechanisierung; u.a.m.

Zirkulierende Migration, die Rückkehrmöglichkeit zu ihren im ländlichen Bereich gebliebenen Familien, bei Jobverlust oder steigenden Lebenshaltungskosten im urbanen Bereich, ist eine wichtige Überlebensstrategie in Afrika. Doch es besteht die begründete Sorge, dass diese Möglichkeit der Risikominderung mehr und mehr verschwinden wird, nämlich in dem Maße, in dem Agrarkonzerne und die für sie arbeitenden Institutionen die “Hungerbekämpfung” übernehmen. Der Beitrag befasst sich mit Migration, Urbanisierung und der Landfrage – dem laut T.S. Jayne et al. (2014) “am stärksten vernachlässigten entwicklungspolitischen Thema” in Afrika.

Umstrittene Landreform in Simbabwe; Addressing conflicts of interest in Public Private Partnerships; Januar 2015: Rückblick, Ausblick; Die Verantwortung von Konzernen im Wasserbereich; Water Operators and Sustainable Developments Goals; US-Fleischindustrie erpresst Japan partnerschaftlich; China-USA: Regierungen im Dialog, Konzerne im Geschäft; New Alliance fördert großflächige Agrarinvestitionen; u.a.m.

Zum Jahreswechsel gehören die Rückblicke auf Ereignisse und Entwicklungen des vergangenen Jahres, die für wichtig erachtet werden, und der Versuch, vorausschauend mögliche Themen und Schwerpunkte zu benennen. Wie sieht das für Globe-spotting anlässlich des Jahreswechsels 2014 zu 2015 aus?

Historisch betrachtet erstreckte sich die Grüne Revolution über die Zeit von 1940 bis 1970, auch wenn die Prozesse der kapitalistischen Akkumulation, Enteignung, Investition und Innovation in der Landwirtschaft – die erst zwei Jahre vor ihrem offiziellen Ende „Grüne Revolution“ genannt wurden – bereits früher stattfanden und sich weit über 1970 fortsetzten. Ähnlich wie bei der alten Grünen Revolution kam es auch bei der neuen zu einer verspäteten Namensgebung. Der Prozess der Finanzialisierung der Landwirtschaft war längst im Gang, als im Jahr 1997 die ersten Rufe nach einer neuen Grünen Revolution laut wurden, insbesondere in einem Buch von Gordon Conway, das kurz vor dessen Ernennung zum Präsidenten der Rockefeller-Stiftung erschien. Raj Patel wirft einen Blick auf die historische Entwicklung dieses von Mythen behaftete Phänomen.

New Alliance sichert Geschäfte von Land grabbern; Understanding the water and energy challenge; Chinese Agribusiness Social Responsibility in Africa; Große Fischer, kleine Fischer, beste Freunde; Agrarökologie – vergessen oder verdrängt?; West-östlicher Divan der Staudammbauer; How the other half farms; Nyéléni auf deutsch; u.a.m.

Nicht selten ruft die Frage, ob und unter welchen Bedingungen die wachsende Weltbevölkerung ausreichend ernährt werden kann, Ratlosigkeit und Unbehagen hervor. Eine negative Antwort würde den Hungertod Hunderter Millionen Menschen mit kaum vorstellbaren gesellschaftlichen Folgen bedeuten. Schließlich sind schon heute zirka 850 Millionen Menschen unterernährt, was bedeutet, dass alljährlich etwa 10 Millionen Menschen an Hunger oder seinen unmittelbaren Folgen sterben. Die Frage, was getan werden müsste, um bei gleichzeitig wachsender Weltbevölkerung von diesem Genozid wegzukommen, wird sehr unterschiedlich beantwortet.

Business Parks zur Modernisierung der Landwirtschaft in Afrika; China: Kooperation mit Afrika im Agrarbereich; Noch mehr Leitlinien für Agrarinvestitionen; Den ökonomischen Wert von Wasser bemessen; Politikberatung zum FE2W-Nexus; Machenschaften privater Versorgungsunternehmen im Wassersektor; Weltbank: Politik der Umweltzerstörung; Food safety fears drive business cooperation with China; u.a.m.